Best-Recruiters-Studie: Jüngere Bewerber werden bevorzugt – trotz fehlender Qualifikation
Jüngere Bewerber werden bevorzugt – auch ohne passende Qualifikation
Eine aktuelle Studie zeigt ein überraschendes Phänomen beim deutschen Recruiting: Arbeitgeber bevorzugen jüngere Kandidaten, selbst wenn diese weniger Berufserfahrung mitbringen. Damit verschenken Unternehmen offenbar erhebliches Potenzial bei der Personalauswahl.
Was die Best-Recruiters-Studie zeigt
Die Erhebung für 2025/26 dokumentiert, dass Berufserfahrung im Bewerbungsprozess deutlich unterschätzt wird. Stattdessen führt das jüngere Alter von Kandidaten oft zu einer bevorzugten Behandlung – unabhängig davon, ob diese die erforderlichen Qualifikationen tatsächlich mitbringen. Dieses Muster zeigt sich über verschiedene Branchen und Unternehmensgrößen hinweg.
Praktische Auswirkungen
Für ältere Arbeitnehmer: Erfahrene Fachkräfte über 50 Jahren könnten bei der Stellensuche systematisch benachteiligt werden – ein Phänomen, das unter Altersdiskriminierung fällt und gesetzlich nicht zulässig ist.
Für Unternehmen: Durch die Fokussierung auf Alter statt Kompetenz riskieren Arbeitgeber, vakante Stellen mit unterqualifizierten Kandidaten zu besetzen und Fachkräftemangel zu verschärfen.
Rechtliche Relevanz: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Benachteiligungen aufgrund des Alters. Sollten Unternehmen systematisch ältere Bewerber aussortieren, können diese Schadensersatz fordern.
Gültig ab: Studie 2025/26