Betrieblicher Hitzeschutz: Hitzerisiko am Arbeitsplatz wird unterschätzt
Hitzerisiken am Arbeitsplatz: Viele Unternehmen sind unzureichend vorbereitet
Hitze am Arbeitsplatz wird von vielen Großunternehmen immer noch unterschätzt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter börsennotierten Firmen: Obwohl die klimabedingten Hitzerisiken wachsen, mangelt es zahlreichen Betrieben an systematischem Hitzeschutz für ihre Beschäftigten.
Was sich ändern muss
Der nationale Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026 rückt das Thema in den Fokus und soll Aufmerksamkeit für den betrieblichen Hitzeschutz schaffen. Arbeitgeber sind nach Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu bewerten und zu minimieren – Hitze gehört dazu. Viele Unternehmen haben jedoch bislang keine konkreten Maßnahmen ergriffen.
Praktische Auswirkungen
Für Arbeitgeber bedeutet das konkret: Sie sollten eine Gefährdungsbeurteilung für Hitze durchführen, Pausenregelungen anpassen, ausreichend Trinkwasser bereitstellen und bei extremer Hitze flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice ermöglichen. Besonders gefährdet sind Outdoor-Worker, Lagermitarbeiter und Menschen in nicht-klimatisierten Büros. Arbeitnehmer können bei gesundheitsgefährdender Hitze mit ihrem Arbeitgeber klären, ob Arbeitsschutzmaßnahmen notwendig sind.
Gültig ab: Hitzeaktionen sollten bereits jetzt umgesetzt werden; der Aktionstag 2026 dient als Ankündigung für mehr Sensibilisierung.