Fehlzeiten reduzieren : Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung zur Senkung von Fehlzeiten
Eine Regierungskommission schlägt vor, eine Teilkrankschreibung einzuführen. Damit könnten Arbeitnehmer während einer Erkrankung schrittweise in ihren Job zurückkehren – statt komplett auszufallen.
So soll das Modell funktionieren
Die Idee dahinter ist einfach: Nicht jede Krankheit macht Menschen völlig arbeitsunfähig. Bei einer Verletzung oder leichteren Erkrankung könnten Beschäftigte teilweise arbeiten – mit reduzierter Stundenanzahl oder leichteren Aufgaben. Der Arzt würde dann eine Teilkrankschreibung ausstellen, die genau regelt, wie viele Stunden oder in welcher Form jemand noch tätig sein darf.
Praktische Auswirkungen
Für Arbeitgeber: Fehlzeiten würden sinken, da Mitarbeiter nicht komplett wegfallen. Für Arbeitnehmer: Sie könnten ihre Genesung selbst beeinflussen und blieben aktiv in den Arbeitsprozess eingebunden. Die Kehrseite: Beschäftigte könnten unter Druck geraten, zu früh arbeiten zu gehen, statt sich vollständig zu erholen.
Bislang ist unklar, ob und wann die Teilkrankschreibung in Deutschland umgesetzt wird. Die Kommission arbeitet an einer Lösung, die beide Seiten schützt.
Gültig ab: Derzeit nur Empfehlung – keine Rechtsänderung